Geschichte

Genießen Sie Ihre Ferien im Schloss und erfahren Sie mehr über die Geschichte vom Gutshaus Groß Markow.
Das alte und ehrwürdige Gutshaus Groß Markow liegt in der „Mecklenburgischen Schweiz“, nur unweit des Kummerower Sees gelegen. Eine wunderschöne Landschaft – hügelig, mit Wäldern und Feldern bedeckt befindet sich im Umfeld unseres kleinen „Schlosses“.

gross_markow_hof_lightbox_2012geshDas kleine Dorf Groß Markow liegt ca. 13 km nordöstlich von Teterow an der Landstraße nach Neukalen. Südlich vom Ort fließt die Peene in Richtung Kummerower See.
Südöstlich von Groß Markow, in Richtung Peene liegen die Reste einer Turmhügelburg. Von weitem ist dieser Hügel mit den dort stehenden 4 Eichen gut zu erkennen. Diese Burg war wahrscheinlich auch die Residenz des fürstlichen Vogtes Arnold Levetzow. Das eigentliche Gutsdorf entsteht später am heutigen Standort. Einige heute noch existierende Fachwerkhäuser stammen aus dem 19. Jahrhundert und wurden liebevoll restauriert. Auch das Herrenhaus wurde im Jahr 1829 als schlichter Putzbau im Stil des Klassizismus errichtet. Bis 1945 bleibt die Familie von Levitzow im Besitz von Groß Markow. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das ehemalige Gutshaus als Flüchtlingsunterkunft, Außenstelle des Teterower Krankenhauses und ab 1965 bis zur Wende als Pflegeheim.

 

Johann Wolfgang von Goethe

 

196590_web Goethe verkehrte im Kreise der Mutter von Ulrike von Levetzow, der Tochter des Besitzers von Gross Markow, im mondänen Marienbad. Dort lernte er Ulrike kennen. Er verliebte sich trotz seiner 72 Jahre sofort in die 17 Jahre junge Dame und machte ihr dann, als sie 18 Jahre alt war, einen Heiratsantrag.
Noch im Sommer 1823 schreibt er an Ulrike:

„Tadelt man, dass wir uns lieben, dürfen wir uns nicht betrügen. Tadel ist von keiner Kraft; andern Dingen mag er gelten. Kein Misslingen, keine Schelten, macht die Liebe tadelhaft.“

Den Heiratsantrag, den Goethe ihr durch den Großherzog Carl August von Weimar im Sommer 1823 machen ließ, fasste sie jedenfalls zunächst als Scherz auf, obwohl Carl August ihn durch das Angebot einer hohen Witwenpension von jährlich 10.000 Talern großzügig abpolsterte. Amalie von Levetzow beriet ihre Tochter in dieser ungewöhnlichen und heiklen Situation mütterlich klug ohne Bevormundung und empfahl sorgfältige Überlegung. Ulrike hatte aber “noch gar keine Lust, zu heiraten” und fand, sie brauche keine Zeit zum Überlegen. Sie habe Goethe lieb wie einen Vater, aber er sei durch seinen Sohn August und dessen Frau Ottilie in Weimar versorgt und brauche sie daher nicht.

So unbefangen sie mit Goethe verkehrte, so unbefangen lehnte sie also seinen Antrag ab und sie blieb unverheiratet.

Das Werben von Goethe um die Hand von Ulrike wurde damals zu einer der großen Gesellschaftsaffären seiner Zeit. Seinen Gefühlen für Ulrike verdankt die Nachwelt die “Marienbader Elegie”, ein erschütterndes Zeugnis seines Schmerzes über den Verlust von Ulrike.

Das Zimmer unten im Herrenhaus, in dem Ulrike von Lewentzow lebte, ist heute wieder wie zur damaligen Zeit eingerichtet.

gross-markow_460